Langflow CVE-2026-0770: exec_globals erlaubt unauthentifizierte RCE — zweite Langflow-Lücke in CISA KEV, kein Patch in Sicht
CVE-2026-0770 (GHSA-g22f-v6f7-2hrh, ZDI-CAN-27325) ist eine unauthentifizierte Remote-Code-Execution-Lücke in Langflow: Der /api/v1/validate/code-Endpoint übergibt den frei wählbaren Parameter exec_globals ungeprüft an Pythons exec() innerhalb von validate_code() — jeder Angreifer mit Netzwerkzugriff kann so beliebigen Code mit den Rechten des Langflow-Prozesses ausführen, in typischen Container-Deployments root. Die Lücke wurde am 23.01.2026 über die Zero Day Initiative veröffentlicht (zuletzt aktualisiert 19.02.2026); GitHubs Advisory Database bewertet sie mit CVSS 4.0 8.9, NVD und ZDI selbst mit CVSS 3.0 9.8. Seit rund dem 27.06.2026 wird sie laut dem Threat-Intel-Anbieter KEVIntel aktiv ausgenutzt, am 21.07.2026 nahm CISA sie in den Known-Exploited-Vulnerabilities-Katalog auf — nach CVE-2026-55255 bereits die zweite Langflow-Schwachstelle dort. Ein vom Hersteller bestätigter Patch ist nach aktuellem Kenntnisstand nicht verfügbar.
TL;DR — 90 Sekunden
- Betroffen?
Jede Langflow-Instanz mit Netzwerkzugriff auf
/api/v1/validate/code. Laut GitHub Advisory Database sind Versionen bis einschließlich 1.7.3 gelistet (nach anderen Trackern ab 0.0.31, rund 280 Versions-Tags) — ob neuere Releases (aktuell 1.9.3) tatsächlich gefixt sind, ist nicht bestätigt.- Risiko?
Unauthentifizierte Remote-Code-Execution (CVSS 8.9 nach CVSS 4.0 / 9.8 nach CVSS 3.0), typischerweise mit root-Rechten im Container. Aktiv ausgenutzt seit ca. 27.06.2026, laut KEVIntel über 220 Exploit-Versuche von 64 unterschiedlichen IPs.
- Sofortmaßnahme?
Netzwerkzugriff auf
/api/v1/validate/codesofort einschränken oder die Instanz ganz vom offenen Internet nehmen — es gibt keinen Versions-Patch, auf den stattdessen aktualisiert werden könnte.- Empfehlung?
Historische Zugriffe auf den validate/code-Endpoint prüfen, Host-Aktivität auf Recon- und Second-Stage-Muster untersuchen, alle vom Langflow-Host erreichbaren Secrets als potenziell kompromittiert behandeln und rotieren.
- Kritikalität?
kritisch (Hero-Badge) — unauthentifiziert, volle RCE, aktive Ausnutzung, CISA-KEV-Eintrag, kein bestätigter Patch.
Was ist das Problem?
Langflow ist ein visueller Builder für KI-Agenten-Workflows, der unter anderem einen /api/v1/validate/code-Endpoint bereitstellt, mit dem Nutzer im Frontend Python-Snippets für eigene Custom Components auf Syntaxfehler prüfen können. Diese Validierung ist serverseitig in der Funktion validate_code() implementiert. Das Problem: Die Funktion nimmt neben dem zu prüfenden Code auch einen Parameter exec_globals entgegen und reicht dessen Inhalt ungefiltert an Pythons eingebaute exec()-Funktion weiter. exec() führt beliebigen Python-Code im übergebenen Namensraum aus — wer den Inhalt von exec_globals kontrolliert, kontrolliert damit auch, was auf dem Server ausgeführt wird. Da der Endpoint keine Authentifizierung verlangt, kann jeder Angreifer mit Netzwerkzugriff auf die Instanz beliebigen Code einschleusen — mit den Rechten des Langflow-Prozesses, in vielen Container-Images root.
Die Schwachstelle ist als CWE-829 („Inclusion of Functionality from Untrusted Control Sphere“) klassifiziert und wurde am 18.07.2025 an den Hersteller gemeldet. Laut Zero Day Initiative blieb eine Reaktion über Monate aus (Nachfragen am 11.09.2025 und 10.10.2025, Ankündigung der 0-Day-Veröffentlichung am 10.12.2025); die öffentliche Advisory folgte am 09.01.2026 (ZDI-26-036) bzw. 22.–23.01.2026 (NVD/GitHub Advisory Database), zuletzt aktualisiert am 19.02.2026. Die ZDI-Advisory selbst hält fest, dass die „einzig sinnvolle Gegenmaßnahme“ die Einschränkung der Interaktion mit dem Produkt sei — ein impliziter Hinweis darauf, dass zum Zeitpunkt der Veröffentlichung kein Fix vorlag.
Wichtig zur Einordnung: Das ist eine andere Schwachstelle als das bereits auf diesem Blog behandelte CVE-2026-55255 (IDOR, authentifizierte Cross-Tenant-Flow-Ausführung) und CVE-2026-5027 (Path Traversal im Datei-Upload). Alle drei betreffen dieselbe Plattform, sind aber technisch unabhängige Fehler.
Wer ist betroffen?
| Betroffen | Nicht betroffen / unklar | Bedingungen |
|---|---|---|
Langflow-Instanzen, deren /api/v1/validate/code-Endpoint aus dem Netzwerk erreichbar ist — laut GitHub Advisory Database Versionen bis einschließlich 1.7.3, nach anderen Trackern ab 0.0.31 | Instanzen ohne jeglichen Netzwerkzugriff auf die API (z. B. strikt lokal, hinter Auth-Proxy ohne Durchgriff auf diesen Pfad) | Keine Authentifizierung erforderlich — reine Netzwerkerreichbarkeit genügt |
| Container-Deployments, in denen der Langflow-Prozess mit root-Rechten läuft (laut mehreren Quellen typisch) | Deployments mit strikt eingeschränktem Prozess-User (reduziert Blast-Radius, schließt die Lücke selbst aber nicht) | — |
Aktuell unklar: ob Langflow-Releases oberhalb 1.7.3 (bis zur aktuellen 1.9.3) den zugrunde liegenden exec()-Aufruf tatsächlich entschärft haben | — | Kein Eintrag in den bislang eingesehenen Release Notes von 1.8.x/1.9.x verweist auf GHSA-g22f-v6f7-2hrh, ZDI-CAN-27325 oder CVE-2026-0770 — vor einer Einstufung als „gepatcht“ gegen die aktuelle Advisory und den Quellcode prüfen |
CISA hat die Lücke am 21.07.2026 in den KEV-Katalog aufgenommen — ein starkes Signal für bereits laufende, aktive Ausnutzung und nicht nur theoretisches Risiko. Das threat-intel-Unternehmen KEVIntel beobachtete erste Angriffe bereits ab ca. 27.06.2026, mit über 220 Exploit-Versuchen von 64 unterschiedlichen IPs bis zur KEV-Aufnahme.
Auswirkungen
Der unmittelbare Impact ist vollständige Remote-Code-Execution ohne jede Authentifizierung — in der Praxis der schlimmste Fall, den eine Web-Anwendung erleiden kann. Da der Langflow-Prozess in vielen Deployments mit root-Rechten im Container läuft, erhält ein Angreifer effektiv volle Kontrolle über den Host bzw. Container: Lesen und Schreiben beliebiger Dateien, Start beliebiger Prozesse, Zugriff auf alle Umgebungsvariablen und damit auf sämtliche in Langflow konfigurierten API-Keys, Datenbank-Zugangsdaten und Cloud-Credentials. Laut den vom Threat-Intel-Anbieter KEVIntel dokumentierten Angriffen umfasste die beobachtete Post-Exploitation-Aktivität unter anderem Command-Execution-Checks zur Verifikation der Lücke, System-Reconnaissance, das Nachladen von Second-Stage-Skripten sowie das gezielte Abgreifen von Zugangsdaten und Cloud-Metadaten (u. a. AWS-Credentials).
Da Langflow häufig als Orchestrierungsschicht für KI-Agenten mit Zugriff auf nachgelagerte Systeme, Datenbanken und externe APIs dient, reicht der Blast-Radius potenziell weit über die Langflow-Instanz selbst hinaus: Jedes Secret, das ein kompromittierter Langflow-Host erreichen konnte, muss als potenziell abgeflossen gelten — unabhängig davon, ob sich ein konkreter Missbrauch im Nachhinein nachweisen lässt.
Mitigation / Sofortmassnahmen
Hinweis: Nach aktuellem Kenntnisstand existiert kein vom Hersteller bestätigter Patch für CVE-2026-0770. Die folgenden Schritte konzentrieren sich daher auf Zugriffsbeschränkung, Monitoring und Schadensbegrenzung statt auf ein Versions-Update — prüfen Sie vor Umsetzung gegen die aktuellen Langflow-Security-Advisories, ob sich der Stand geändert hat.
Operativer Entscheidungsblock
- Heute handeln, wenn … Ihre Langflow-Instanz aus dem Internet oder einem nicht vertrauenswürdigen internen Netz erreichbar ist und Sie den Zugriff auf
/api/v1/validate/codenicht bereits eingeschränkt haben. - Mit Priorität prüfen, wenn … Sie US-Bundesbehörde oder Zulieferer sind — CISAs Meldefrist für diese KEV-Aufnahme lag bei 24.07.2026.
- Nur beobachten, wenn … Ihre Instanz nachweislich keinerlei Netzwerkzugriff von außerhalb eines eng kontrollierten, vertrauenswürdigen Segments erlaubt.
Schritt 1 — Zugriff auf den verwundbaren Endpoint einschränken
# Netzwerkzugriff auf die Langflow-Instanz auf vertrauenswürdige Quellen begrenzen (Firewall/Security Group)
# Reverse Proxy mit erzwungener Authentifizierung vor die Instanz schalten,
# insbesondere fuer /api/v1/validate/code
# Falls die Code-Validierungsfunktion nicht zwingend benoetigt wird:
# Route auf Reverse-Proxy-Ebene blocken, z.B. mit nginx:
location /api/v1/validate/code {
deny all;
return 403;
}
Schritt 2 — Host- und Log-Review
# historische Zugriffe auf den validate-Endpoint pruefen (siehe Detection-Abschnitt)
# laufende und kuerzlich beendete Prozesse des Langflow-Dienstes auf unbekannte Kindprozesse pruefen
ps auxf | grep -i langflow
# ausgehende Verbindungen des Langflow-Hosts auf unbekannte Ziele pruefen (potentielle Second-Stage-Downloads)
ss -tnp | grep langflow
Schritt 3 — Zugangsdaten rotieren
# alle Secrets rotieren, die vom Langflow-Host oder von dort erreichbaren Umgebungen aus zugreifbar waren:
# - API-Keys fuer LLM-Provider und sonstige Drittdienste
# - Datenbank-Zugangsdaten
# - Cloud-Credentials (AWS/GCP/Azure), insbesondere falls Instance-Metadata-Service erreichbar war
# - lokale Zugriffstoken/SSH-Keys auf dem Host
Schritt 4 — falls kein Patch absehbar ist
# Instanz vollstaendig aus dem oeffentlichen Netz nehmen, bis ein Fix bestaetigt ist
# alternativ: Zugriff ausschliesslich ueber VPN/Zero-Trust-Zugang mit Authentifizierung erlauben
# Monitoring/Alerting auf erneute Zugriffsversuche auf /api/v1/validate/code einrichtenDetection / Prüfung
Version und Erreichbarkeit prüfen
pip show langflow | grep Version
docker inspect <container> | grep -i langflow
# pruefen, ob der Endpoint ueberhaupt von aussen erreichbar ist
curl -s -o /dev/null -w "%{http_code}\n" <host>/api/v1/validate/code -X POST
Historische Zugriffe auf den verwundbaren Endpoint pruefen
# Access-/Reverse-Proxy-Logs auf Requests gegen den validate-Endpoint durchsuchen
grep "api/v1/validate/code" access.log | awk '{print $1, $4, $7}' | sort -u
# verdaechtige Payload-Inhalte im Request-Body identifizieren
grep -E "exec_globals|__import__|os\.system|subprocess|base64\.b64decode" access.log
Host-seitige Indikatoren
# unerwartete Kindprozesse des Langflow-Dienstes
ps auxf | grep -i langflow
# Zugriffe auf die Cloud-Metadata-Instanz (typisches Ziel bei Credential-Harvesting)
grep "169.254.169.254" outbound.log
# ungewoehnliche ausgehende Verbindungen kurz nach Requests an validate/code
ss -tnp | grep langflow
Laufzeit-Indikatoren
- POST-Requests an
/api/v1/validate/codevon unbekannten oder unerwarteten Quell-IPs, insbesondere ohne vorherige Authentifizierung - Prozessstarts durch den Langflow-Dienstnutzer, die keinem bekannten Langflow-Subprozess entsprechen
- Nachladen externer Skripte/Binaries durch den Langflow-Prozess (Second-Stage-Deployment)
- Zugriffe auf Umgebungsvariablen, Credential-Dateien oder den Cloud-Metadata-Endpoint kurz nach Requests an den validate-Endpoint
Betreiberempfehlung
Mid-Market
Prüfen Sie umgehend, ob Ihre Langflow-Instanz überhaupt aus dem Internet oder einem nicht vertrauenswürdigen Netz erreichbar ist. Falls ja: Zugriff auf /api/v1/validate/code sofort blocken oder hinter eine Authentifizierung legen, historische Logs prüfen und alle vom Host erreichbaren Secrets rotieren — unabhängig davon, ob ein Missbrauch nachweisbar ist. Ein Versions-Update allein reicht derzeit nicht als Maßnahme, da kein bestätigter Fix existiert.
Enterprise
Zusätzlich: Container-Härtung prüfen (Langflow-Prozess nicht als root betreiben, wo immer möglich), Netzwerksegmentierung so gestalten, dass die Instanz keinen unnötigen Zugriff auf den Cloud-Metadata-Service oder interne Systeme hat, und Secrets-Management auf externe Stores mit kurzlebigen, scope-begrenzten Tokens umstellen statt Credentials direkt in der Umgebung des Langflow-Hosts vorzuhalten. Bei mehreren Langflow-Instanzen: zentrales Monitoring auf die in diesem Beitrag genannten Indikatoren aufsetzen.
US-Bundesbehörden / regulierte Umgebungen
Der CISA-KEV-Eintrag vom 21.07.2026 ist Teil eines Sechs-Schwachstellen-Updates über den 21.–22.07.2026 und bringt für Bundesbehörden eine verbindliche Meldefrist (24.07.2026) im Rahmen von CISAs BOD-22-01-Programm mit sich — auch als Zulieferer relevant, falls vertragliche Compliance-Anforderungen bestehen.
Entscheidungsblock
Heute handeln, wenn: Langflow-Instanz erreichbar, kein Zugriffsschutz auf den validate-Endpoint, kein Nachweis, dass keine Ausnutzung stattfand. Beobachten, wenn: Zugriff bereits strikt eingeschränkt und Logs unauffällig.
Häufige Fragen zu CVE-2026-0770
Was bedeutet die Aufnahme in den CISA-KEV-Katalog konkret?+
CISA listet nur Schwachstellen mit bestätigter aktiver Ausnutzung. Die Aufnahme am 21.07.2026 erfolgte als Teil eines Sechs-Schwachstellen-Updates über den 21.–22.07.2026 und ist die zweite Langflow-Lücke im Katalog nach CVE-2026-55255 (07.07.2026). Für US-Bundesbehörden galt eine Meldefrist bis 24.07.2026; für alle anderen Betreiber ist es ein starkes Dringlichkeitssignal.
Wie wurde die Lücke in freier Wildbahn entdeckt und ausgenutzt?+
Der Threat-Intel-Anbieter KEVIntel beobachtete erste Ausnutzungsversuche ab ca. 27.06.2026 und dokumentierte bis zur CISA-KEV-Aufnahme über 220 Exploit-Versuche von 64 unterschiedlichen IPs. Beobachtete Post-Exploitation-Aktivität umfasste Command-Execution-Checks, System-Reconnaissance, Nachladen von Second-Stage-Skripten sowie das Abgreifen von Zugangsdaten und Cloud-Metadaten.
Was soll ich tun, wenn ich die Instanz nicht komplett vom Netz nehmen kann?+
Mindestens den Zugriff auf /api/v1/validate/code gezielt blocken oder hinter eine erzwungene Authentifizierung legen (Reverse Proxy/Zero-Trust-Zugang), Host-Aktivität engmaschig auf die im Beitrag genannten Indikatoren überwachen und alle vom Host erreichbaren Secrets rotieren.
Gibt es bereits einen Patch?+
Nach aktuellem Kenntnisstand nicht bestätigt. Die GitHub Advisory Database listet keine gefixte Version, und die ZDI-Advisory selbst nennt als einzige sinnvolle Gegenmaßnahme die Einschränkung der Interaktion mit dem Produkt. Aktuelle Langflow-Releases (bis 1.9.3) verweisen in ihren Release Notes nicht auf diese CVE — prüfen Sie den Stand direkt gegen die aktuellen Hersteller-Advisories, bevor Sie sich allein auf eine Versionsnummer verlassen.
Ist eine Authentifizierung erforderlich, um die Lücke auszunutzen?+
Nein. Der CVSS-Vektor beider gemeldeten Bewertungen (PR:N) bestätigt: Es ist kein Account und keine Nutzerinteraktion nötig — reine Netzwerkerreichbarkeit des /api/v1/validate/code-Endpoints genügt.
Ist das dieselbe Lücke wie CVE-2026-55255 oder CVE-2026-5027, die hier bereits behandelt wurden?+
Nein. CVE-2026-55255 ist ein IDOR, das authentifizierte Nutzer betrifft; CVE-2026-5027 ein Path Traversal im Datei-Upload. CVE-2026-0770 ist eine dritte, technisch unabhängige Schwachstelle — unauthentifizierte RCE über exec_globals im validate/code-Endpoint. Alle drei betreffen dieselbe Plattform, sind aber unterschiedliche CVEs.
Fazit
CVE-2026-0770 ist ein Lehrbuchbeispiel dafür, wie gefährlich es ist, Nutzereingaben ungefiltert in exec() zu reichen — verstärkt dadurch, dass der betroffene Endpoint keinerlei Authentifizierung verlangt und in vielen Deployments mit root-Rechten läuft. Dass die Lücke bereits sechs Monate vor der öffentlichen Advisory gemeldet wurde und laut ZDI ohne Herstellerreaktion blieb, bevor sie als 0-Day veröffentlicht wurde, ist ebenso bemerkenswert wie der Umstand, dass über ein halbes Jahr später — trotz aktiver Ausnutzung und CISA-KEV-Eintrag — kein bestätigter Patch existiert. Das ist Langflows zweite Schwachstelle im KEV-Katalog innerhalb weniger Wochen. Wer die Plattform betreibt, sollte nicht auf ein Versions-Update warten, sondern den Netzwerkzugriff auf sicherheitsrelevante Endpoints grundsätzlich einschränken und Secrets so verwalten, dass die Kompromittierung eines einzelnen Dienstes nicht automatisch zur Kompromittierung der gesamten Umgebung führt.
Quellen
- GitHub Advisory Database — GHSA-g22f-v6f7-2hrh: Langflow affected by Remote Code Execution via validate_code() exec()
- NVD — CVE-2026-0770 Detail
- Zero Day Initiative — ZDI-26-036 (ZDI-CAN-27325)
- CISA — CISA Adds Four Known Exploited Vulnerabilities to Catalog (21.07.2026)
- Security Affairs — U.S. CISA adds DD-WRT, Langflow and WordPress flaws to its KEV catalog
- BleepingComputer — CISA orders urgent action on actively exploited Langflow RCE flaw
- Corgea — CVE-2026-0770 vulnerability details (affected version range)
- langflow-ai/langflow — GitHub Releases (Patch-Status-Abgleich)
Ich prüfe Ihre Langflow-Instanz auf exec_globals-Exposition, schotte den validate/code-Endpoint ab und rotiere betroffene Secrets.
Netzwerk- und Zugriffshärtung für Langflow, Log-Review auf historische Ausnutzung, Rotation aller potenziell erreichbaren API-Keys und Cloud-Credentials, sowie Aufbau von Monitoring für sicherheitsrelevante Endpoints — solange kein Hersteller-Patch existiert.
Plattform-Betrieb statt Beratung auf Papier: Ich prüfe, härte und überwache Ihre KI-Agent-Infrastruktur laufend.
Über den Autor

Kai Ole Hartwig
Programmiert seit 2002 – autodidaktisch gelernt, 2012 mit KO-Web selbständig gemacht. Über 100 Projekte, Fokus auf Security, Performance, Automatisierung und Qualität. Heute freiberuflich: DevSecOps-Beratung, Schulungen und Softwareentwicklung.