Kai Ole Hartwig
s3mail · Dokumentation

Funktionen

Ein Postfach im Browser, das nichts anderes kennt als deinen Bucket: Ordner sind S3-Prefixe, Zustand liegt neben den Mails, und was du sortierst, sieht der zweite Rechner auch.

  • Lesen: Index per Range-GET, HTML in der Sandbox, Bilder blockiert, SPF/DKIM/DMARC-Marke nur bei Fehlschlag
  • Schreiben: Antworten im Faden, Blindkopie, Anhänge, kein Doppelversand nach einem Absturz
  • Sortieren: Ordner, Tags, Regeln mit belegten Vorschlägen, Suche mit Filtern, mehrere Postfächer

Ordner sind echte S3-Prefixe

--prefix mail/ ist die Wurzel. Was direkt darunter liegt, ist der Posteingang; Unterordner sind Mailordner:

 

mail/                     ← Prefix aus der SES-Receipt-Rule   = Posteingang
mail/archiv/              ← Archiv
mail/spam/                ← Spam
mail/trash/               ← Papierkorb
mail/sent/                ← Kopie jeder verschickten Mail
mail/drafts/              ← Entwürfe, samt Blindkopie und Anhängen
mail/kunden/              ← selbst angelegt
mail/.s3mail-state.json   ← Tags, gelesen/ungelesen, Stern, Regeln (Snapshot)
mail/.s3mail-state/       ← die einzelnen Änderungen seit dem Snapshot

 

Verschieben ist CopyObject + DeleteObject. Du siehst die Ordner in der S3-Konsole, und der Papierkorb lässt sich per Lifecycle-Regel leeren. Die Message-Id ist der Basename, nicht der volle Key; deshalb überlebt alles, was du über eine Mail weißt, das Verschieben zwischen Ordnern.

Lesen

Schreiben

Sortieren, Regeln, Suche

Sortieren

Regeln

„Enthält X im Feld Von/An/Betreff/irgendwo → Ordner + Tags“, angewandt beim Indexieren auf neue Mails, erste passende Regel gewinnt. Eine Mail wird nur einmal automatisch einsortiert; wenn du sie zurückschiebst, bleibt sie liegen. Papierkorb und Spam fasst die Automatik nie an.

Regelvorschläge zeigen, was du ohnehin von Hand tust: „Du hast 11 von 12 Mails von news@shop.io nach Werbung verschoben.“ Das stützt sich auf Belege, nicht auf Geschmack: mindestens vier Mails desselben Absenders und mindestens 80 % davon im selben Ordner, die Zahlen stehen dabei. Ausgewertet werden Absender, Ordner und Tags, nie der Inhalt einer Mail, ohne Netzverbindung und ohne API-Schlüssel. Regeln und Tagfarben lassen sich als JSON exportieren; der Import fügt zusammen und ersetzt nie.

Suche

Freie Wörter in Von/An/Betreff/Vorschau/Tags, dazu kombinierbare Filter:

 

rechnung from:kunde@x.de subject:"Angebot" after:2026-01-01 before:2026-08-01
has:anhang has:spam is:ungelesen is:stern tag:wichtig in:archiv

 

Eigene Filter merkt das + in der Seitenleiste unter einem Namen. Sie liegen wie Tags und Regeln im Bucket: der zweite Rechner sieht sie, und nichts davon verschwindet, wenn jemand den Browser-Cache leert.

Für die Arbeit am Kunden

Wartet auf Antwort: was vor mindestens fünf Tagen rausging und worauf niemand geantwortet hat, längste Wartezeit zuerst. Beantwortet gilt über die Adresse, nicht über den Faden: eine Antwort kommt oft als neue Mail, von einer Kollegin der angeschriebenen Person oder mit einem Faden, den ein Ticketsystem abgeschnitten hat. Verlauf in der Mailansicht zeigt alle Mails mit dieser Adresse über alle Ordner.

Tastatur:n neue Nachricht · j/k blättern · x auswählen · s Stern · e archivieren · Entf Papierkorb · / Suche.

Mehrere Postfächer, drei Sprachen

Ein s3mail bedient beliebig viele Postfächer, info@ und support@ im selben Bucket oder in verschiedenen AWS-Konten, jedes mit eigenem Absender, eigener Signatur und eigenem Zustand. Scheitert eines beim Start, kommen die übrigen trotzdem hoch. Die Oberfläche spricht Deutsch, Englisch und Spanisch; die Suchbegriffe funktionieren in allen drei (from: wie von: wie de:). Ordnernamen sind echte S3-Prefixe und werden nur angezeigt, nicht übersetzt.

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Die Übersicht: was s3mail ausmacht, Loslegen, alle Kapitel.

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Zugang, Verschlüsselung, Zustand

Die drei Prüfungen bei jeder Anfrage, verschlüsselte Buckets, geteilter Zustand ohne Sperre.

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Zugang, Verschlüsselung, Zustand